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Von Workuta bis Astrachan
Erwin Peter, Hg.:

Von Workuta bis Astrachan

Kriegsgefangene aus sowjetischen Lagern berichten

3,15 Millionen Angehörige der deutschen Wehrmacht gerieten in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Davon sind nur rund 1,9 Millionen in ihre Heimat zurückgekehrt, die meisten von ihnen mit schweren körperlichen Schäden.

Erwin Peter hat die Zeugenberichte der Überlebenden gesichtet und eine dramatische Dokumentation zusammengestellt. Es ist von einem beispiellosen Überlebenskampf die Rede, von Seuchen, harter Arbeit, Hunger und brutaler Mißhandlung - bis hin zu Mord und Totschlag. Es werden aber auch die Gegenbeispiele von Russen geschildert, die das Leid der deutschen Häftlinge und Zwangsarbeiter zu lindern trachteten, oft gegen den Willen des kommunistischen Wachapparats - die, selber vom Hunger gezeichnet, ihnen immer wieder Stücke ihres kärglichen Brotes zusteckten - vom aufopfernden Einsatz vieler sowjetischer Ärzte sowie von manch wundersamem Ereignis, das wie eine Fügung Gottes schien.

Wieder einmal stellt sich beim Lesen dieses Buches heraus, daß nichts eindringlicher und ehrlicher wirkt als die Zeugnisse der Betroffenen. Die Sprache ist nicht literarisch bemüht und auch nicht historiographisch gespreizt. Es sind Erlebnisberichte ohne Umschweife. Auch ohne wissenschaftliche "Einordnung" und Bearbeitung erlauben sie dem Leser einen ausreichenden Einblick in das rote Lagersystem, von dem heute kaum noch jemand reden will.

Dies ist ein im Geiste der Versöhnung geschriebenes Buch, das gleichzeitig authentisches, erschütterndes Zeugnis ablegt vom Schicksal der deutschen und österreichischen Gefangenen jeglichen Alters und Dienstgrades in der ehemaligen UdSSR. Die Betroffenen leben nur noch in kleiner Zahl. Um so wichtiger, daß vor allem junge Menschen zu wissen bekommen, was ihre Großväter erlitten haben.

(Rezension von Nation & Europa sowie Einbandtext.)

(368 S., 18 x 24.5 cm, gebunden, mit 49 Fotos, Karten, Faksimiles und Skizzen)


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